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Was ist die DWZ?

Die DWZ, die Deutsche Wertungszahl, ist die nationale Spielstärke-Wertung des Deutschen Schachbunds. Sie misst, wie stark jemand im Turnier- und Mannschaftsschach spielt, und wird nach jeder ausgewerteten Turnierrunde oder Saison neu berechnet. Wer im Verein Mannschaft oder Turniere spielt, bekommt sie automatisch.

Wie die DWZ entsteht

Grundlage sind die Ergebnisse gegen gewertete Gegner. Wer besser abschneidet, als die Wertungszahlen erwarten lassen, steigt; wer schlechter abschneidet, verliert Punkte. Das Prinzip ist dasselbe wie bei der Elo, die Formel berücksichtigt aber zusätzlich Alter und Spielerfahrung: Jugendliche und Spieler mit wenigen Partien bewegen sich schneller, damit die Zahl ihre Entwicklung rasch abbildet.

Ausgewertet werden Partien mit langer Bedenkzeit: Mannschaftskämpfe vom Bundesliga- bis zum Kreisklassenniveau, Vereinsturniere und offene Turniere, deren Veranstalter sie zur DWZ-Auswertung anmelden. Schnell- und Blitzpartien zählen nicht.

Wie bekomme ich meine erste DWZ?

Man spielt gewertete Partien, mehr braucht es nicht. Nach dem ersten ausgewerteten Turnier oder den ersten Mannschaftskämpfen mit genügend Partien errechnet der DSB eine Erstbewertung. Eine Lizenz muss man dafür nicht beantragen: Die Mitgliedschaft im Verein, die dieser beim Landesverband meldet, reicht.

Wer neu einsteigt, startet mit einer DWZ, die zu den ersten Ergebnissen passt. Eine niedrige Zahl ist kein Makel, sondern ein Startpunkt: Sie sorgt dafür, dass man bei offenen Turnieren gegen passende Gegner gelost wird.

DWZ und Elo: der Unterschied

Die Elo ist die internationale Wertung der FIDE und wird nur für Partien in FIDE-gewerteten Turnieren berechnet; die DWZ deckt fast das ganze deutsche Turnier- und Ligaschach ab. Viele Spieler haben deshalb eine DWZ, aber keine Elo. Beide Zahlen liegen bei aktiven Spielern meist in einer ähnlichen Größenordnung, sind aber getrennt berechnet und nicht direkt umrechenbar.

Turniere mit DWZ-Auswertung finden

Im Turnierkalender für Deutschland stehen aktuell 149 kommende Turniere, davon 19 mit klassischer Bedenkzeit. Die Ausschreibung nennt jeweils, ob DWZ und Elo ausgewertet werden.

Was bedeutet DWZ?

DWZ steht für Deutsche Wertungszahl, die nationale Wertung des Deutschen Schachbunds für Partien mit langer Bedenkzeit.

Wie hoch ist eine gute DWZ?

Das hängt vom Vergleich ab: Wer neu im Verein anfängt, liegt meist im unteren vierstelligen Bereich, erfahrene Vereinsspieler deutlich darüber, Meisterspieler weit über 2000. Wichtiger als die absolute Zahl ist, dass sie mit dem Spielen steigt.

Zählen Schnellschach und Blitz für die DWZ?

Nein. Die DWZ wertet Partien mit langer Bedenkzeit; Schnellschach- und Blitzturniere haben eigene FIDE-Wertungen, wenn sie FIDE-gewertet sind.

Brauche ich eine DWZ, um im Verein zu spielen?

Nein. Die DWZ entsteht durch das Spielen und ist nie Voraussetzung für Vereinsabend, Training oder offene Turniere.

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Stand: Oktober 2026. Verbindlich sind die Bestimmungen des Verbands: Deutscher Schachbund.

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