Turnierschach: die wichtigsten Regeln
Wer die Schachregeln kennt, kann Turnier spielen. Dazu kommen ein paar Turnierregeln der FIDE, die beim Spielen zu Hause keine Rolle spielen, im Turnier aber genau beachtet werden. Die wichtigsten auf einen Blick.
Am Brett
- Berührt, geführt: Wer absichtlich eine eigene Figur berührt, muss mit ihr ziehen; wer eine gegnerische berührt, muss sie schlagen, wenn das möglich ist.
- Zurechtrücken: Eine Figur nur gerade rücken, nachdem man «ich rücke zurecht» (oder «j'adoube») gesagt hat.
- Ein Zug ist fertig, wenn die Figur losgelassen ist. Danach wird die Uhr gedrückt, mit derselben Hand, mit der man gezogen hat.
- Regelwidrige Züge werden korrigiert und kosten Zeit, weil der Gegner Bedenkzeit gutgeschrieben bekommt; wiederholte regelwidrige Züge verlieren die Partie.
Remis, Notation, Verhalten
- Remis anbieten: nach dem eigenen Zug und vor dem Drücken der Uhr. Der Gegner kann annehmen, ablehnen oder einfach weiterspielen.
- Notation: Bei klassischer Bedenkzeit schreibt jeder seine und die gegnerischen Züge mit; im Schnellschach und Blitz nicht.
- Handy: ausgeschaltet und weggepackt. Ein Telefon, das während der Partie klingelt, kann zum Partieverlust führen.
- Ruhe: Am Brett wird nicht gesprochen, außer um Remis anzubieten oder den Schiedsrichter zu rufen. Partien bespricht man danach, außerhalb des Turniersaals.
Der Schiedsrichter
Bei Unklarheiten hält man die Uhr an und ruft den Schiedsrichter, statt mit dem Gegner zu diskutieren. Er entscheidet nach den FIDE-Regeln und der Turnierordnung, die in der Ausschreibung steht. Für das erste Turnier eignen sich offene Turniere mit Schnellschach oder ein Wochenendopen; die nächsten stehen im Kalender für Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Muss ich im Turnier mitschreiben?
Bei klassischer Bedenkzeit ja, im Schnellschach und Blitz nicht.
Was passiert bei einem falschen Zug?
Er wird zurückgenommen und korrigiert, der Gegner bekommt Zeit gutgeschrieben. Wer wiederholt regelwidrig zieht, verliert.
Darf ich mein Handy dabeihaben?
Nur ausgeschaltet und nach den Vorgaben der Turnierordnung verstaut. Ein klingelndes Telefon kann die Partie kosten.
Wann darf ich Remis anbieten?
Nachdem man selbst gezogen hat und bevor man die Uhr drückt.
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Stand: Oktober 2026. Verbindlich sind die Bestimmungen des Verbands: FIDE Laws of Chess.
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